PRESSEMELDUNG

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen:

 

Berlin (15. September 2017, Nr. 32/2017) 

 

Deutscher Pflegerat: Franz Wagner zum neuen Präsidenten des Deutschen Pflegerats gewählt

Wagner: „Wir brauchen eine Kehrtwende in der Frage, wie wir in unserer Gesellschaft mit den professionell Pflegenden umgehen“

 

Der Deutscher Pflegerat hat mit Franz Wagner einen neuen Präsidenten. Gewählt wurde dieser am heutigen Freitag (15. September 2017) von der Ratsversammlung des Deutschen Pflegerats e. V. (DPR). Die Amtsperiode beträgt 4 Jahre. Die Wahl zum Präsidenten erfolgte einstimmig. Der bisherige DPR-Präsident, Andreas Westerfellhaus, konnte sich satzungsgemäß nicht mehr zur Wahl stellen.

 

DPR-Präsident Franz Wagner äußerte sich direkt im Anschluss zu seiner Wahl:

 

„Ich freue mich auf mein Amt als Präsident des Deutschen Pflegerats und danke meinem Vorgänger, Andreas Westerfellhaus, für die wichtigen Weichen, die er für die professionell Pflegenden in den letzten acht Jahren gestellt hat.

 

Das Thema Pflege und Pflegeberufe ist inzwischen in der Politik angekommen. Bei den beruflich Pflegenden ist aber davon noch kaum etwas zu spüren. Darauf haben wir in den vergangenen Jahren als Deutscher Pflegerat immer wieder hingewiesen. Es ist dringend an der Zeit, dass sich die Arbeitssituationen der Pflegefachpersonen deutlich verbessern. Wir brauchen eine Kehrtwende in der Frage, wie wir in unserer Gesellschaft mit den professionell Pflegenden umgehen. Denn sie sind es, in deren Hände die heutige und die Pflege der Zukunft liegt.

 

Die Interessensvertretung der Berufsangehörigen der Pflege hat an Gewicht gewonnen und wird in den kommenden Jahren durch die Pflegekammern auf Landes- und auf Bundesebene noch einflussreicher werden. Die Berufsverbände, und hier insbesondere der Deutsche Pflegerat als Dachorganisation der wichtigsten Verbände sowie die Pflegekammern in den Ländern, werden sich spürbar für eine bessere Politik im Sinne der Berufe in  der Pflege stark machen. Das nützt unmittelbar den Menschen, die Pflege benötigen. Die bereits auf den Weg gebrachte Bundespflegekammer wird hier gleichfalls einen bedeutenden Meilenstein setzen.

 

Wichtige Themen der nächsten Jahre sind die Findung einer sachgerechten Personalbemessung, die Umsetzung und Fortführung der Bildungsreform in der Pflege sowie die Weiterentwicklung der Pflege im Kontext eines neuen Aufgabenzuschnitts der Gesundheitsberufe. Wir brauchen für den bereits bestehenden, gravierenden Fachkräftemangel in der Pflege die richtigen Lösungen. Hierzu gehören eine bessere Bildung sowie ein besserer Qualifikationsmix der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weiter muss die Arbeit in der Pflege auf mehr Schultern verteilt werden.

 

Diesen und weiteren Herausforderungen, zu denen  u. a. die Verbesserung der Gesundheitskompetenz unserer Gesellschaft, wie auch die Sicherung der Nachhaltigkeit der Pflegeleistungen sowie die Qualitätsbemessung der Leistungen zählen, werden wir uns als Deutscher Pflegerat zusammen mit weiteren Partnern und Akteuren des Pflege- und Gesundheitswesens mit aller Kraft stellen.“

 

Neben der Wahl von Franz Wagner zum Präsidenten des Deutschen Pflegerats wurde heute turnusgemäß das gesamte Präsidium des Deutschen Pflegerats neu besetzt. Von der Ratsversammlung gewählt wurden Irene Maier (Vize-Präsidentin), Christine Vogler (Vize-Präsidentin),  Andrea Lemke (Präsidiumsmitglied), Yvonne Bovermann (Präsidiumsmitglied), Birgit Pätzmann-Sietas (Präsidiumsmitglied) und Rolf Höfert (Präsidiumsmitglied).

 

Bildunterschrift:

 

Alle Bildrechte liegen beim Deutschen Pflegerat, zur freien Verfügung im Rahmen der Berichterstattung

Bild 1: Franz Wagner ist neuer Präsident des Deutschen Pflegerats e. V. (DPR)

Bild 2: Die Ratsversammlung des Deutschen Pflegerats mit dem neuen Präsidium (erste Reihe v. l. n. r: Rolf Höfert, Andrea Lemke, Irene Maier, Franz Wagner, Christine Vogler und Birgit Pätzmann-Sietas). 

 

Hintergrund:

 

Franz Wagner steht als neuer Präsident des Deutschen Pflegerats für die Anerkennung und die Mitsprache der Profession Pflege. Diese sieht er als zentrale Leistungsträger im Gesundheitswesen und in der Pflege an. Ohne diese ist eine qualitativ hochwertige Leistungserbringung nicht möglich.

 

Lebenslauf von Franz Wagner:

 

Berufsausbildung:

Gesundheits- und Krankenpfleger 1979

 

Weiterbildung/Studium

•          Weiterbildung Intensivpflege 

•          Weiterbildung Stationsleitung 

•          Weiterbildung Lehrer für Pflegeberufe 

•          Master-Studium Pflege- und Gesundheitswissenschaften 

 

Berufstätigkeit:

•          Krankenpfleger in den Bereichen Psychiatrie und Intensivpflege

•          Lehrer für Pflegeberufe, QM-Beauftragter, stv. Schulleiter

•          Direktor des Instituts für Pflegeforschung am Klinikum Nürnberg

•          Bundesgeschäftsführer Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) e.V.

 

Arbeitsschwerpunkte:

•          Pflegebildung

•          EU und Internationales

•          Selbstverwaltung

•          Pflege- und Gesundheitspolitik

•          Qualitätsmanagement

 

Gremientätigkeit:

•          Vize-Präsident des Deutschen Pflegerats von 2006 bis 2017

•          1. Vize-Präsident ICN 2005-2009

•          Vertreter des DBfK bei EFN, ICN, EFNNMA

•          Vorsitzender Kuratorium Stiftung Zentrum für Qualität

•          Commission on Magnet bei ANCC seit 2010 u.a.m.

 

Ansprechpartner:

Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats

 

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen

Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

 

Telefon: (0 30) 398 77 303

Telefax: (0 30) 398 77 304

 

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Internet: www.deutscher-pflegerat.de