PRESSE-INFORMATION

 

Berlin (20. September 2017)

 

Presse AVG: „Berlin ist die Hochburg des Personalnotstands in der Pflege“

Die Personalsituation in der ambulanten Pflege in Berlin ist dramatisch. Die Politik muss handeln anstatt zu versprechen.

 

„Nicht nur die Charité sucht händeringend nach Pflegepersonal. Das fehlende Personal in der Pflege ist ein alle Versorgungsformen betreffendes deutschlandweites Problem. Aufgrund der hohen Dichte von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern wird der Personalmangel jedoch vor allem in Berlin deutlich. Berlin ist bereits heute die Hochburg des Personalnotstands in der Pflege. Besonders dramatisch gilt dies für die ambulante Pflege“, mahnte Thomas Meißner, Vorstandsmitglied des Berliner Anbieterverbandes qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG), heute in Berlin. Meißner weiter:

 

„Die Politik hat im Endspurt zur Bundestagswahl jetzt zumindest das Thema Pflege entdeckt. Konkrete Lösungen zur Behebung des Pflegepersonalmangels bietet sie jedoch über die plakativen Formeln nach „besseren Arbeitsbedingungen und mehr Anerkennung“ hinaus nicht an. Auch den Kostenträgern fehlt nach wie vor die Bereitschaft, das notwendige Mehr an Personal oder auch bessere Gehälter in der Pflege mit zu finanzieren.

 

Die beruflich Pflegenden bleiben so auf der Strecke und mit ihnen die Menschen, die dringend auf ihre Leistungen angewiesen sind. Bereits heute müssen immer mehr Patienten und Pflegebedürftige als Kunden in der ambulanten Pflege wegen des bestehenden Personalmangels abgewiesen werden. Die davon betroffenen Patienten bleiben im schlimmsten Fall unversorgt.

 

Benötigt werden konkrete Lösungen, die schnell und direkt umsetzbar sind. Beispielsweise müssen die Kranken- und Pflegekassen sowie der Sozialhilfeträger wie auch die Selbstzahler bereit dafür sein, zusätzliches Geld direkt in die Lohnkosten zu investieren. Die deutliche Anhebung der Gehälter für das Pflegepersonal in der ambulanten Pflege ist notwendig, um mit den wesentlich höheren Gehältern in den Kliniken mithalten zu können. Gleichzeitig müssen sich die Anbieter zur Transparenz und zur Weitergabe an die Mitarbeiter verpflichten.

 

Weitere Floskeln und reine Versprechungen der Politik zur Behebung des Personalnotstands in der Pflege benötigen wir nicht. Es muss jetzt endlich gehandelt werden.“

 

Ansprechpartner:

Thomas Meißner

Vorstandsmitglied des AVG

 

AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG)

Berufsstandsvertretung für ambulante und teilstationäre Pflege

 

Schönholzer Str. 3, 13187 Berlin

Telefon: (0 30) 49 90 53 80

Telefax: (0 30) 49 90 53 88

 

E-Mail: presse@avg-ev.com

Internet: www.avg-ev.com

 

Der AVG ist Mitglied im:

 

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