PRESSEMELDUNG

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen:

 

Berlin (26. September 2017, Nr. 35/2017) 

 

Franz Wagner: „Sicherung der pflegerischen Versorgung braucht einen hohen Stellenwert“

Der Deutsche Pflegerat zum Ausgang der Bundestagswahl

 

Zum Ausgang der Bundestagswahl äußert sich der Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), Franz Wagner:

 

„Der Deutsche Pflegerat hofft auf eine rasche Regierungsbildung, die trotz der unterschiedlichen Vorstellungen in den Wahlprogrammen der Parteien die Dynamik des Themas Pflege in der letzten Wahlkampfphase aufgreift. Die Sicherung der pflegerischen Versorgung durch qualifizierte Pflegende muss in der Priorität der kommenden Bundesregierung in den nächsten vier Jahren einen hohen Stellenwert einnehmen.

 

Die professionell Pflegenden sind einem Ethikkodex verpflichtet, der sie in die Verantwortung für eine gute pflegerische Versorgung nimmt. Dazu müssen jedoch auch seitens der Politik die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden.

 

Wir brauchen eine wesentliche Verbesserung der Löhne der professionell Pflegenden. Weiter muss die Arbeit in der Pflege schnellstmöglich auf mehr Schultern verteilt werden. Hierfür trägt die neue Bundesregierung eine hohe Verantwortung, an deren Umsetzung sie sich messen lassen muss.“

 

 

PRESSEMELDUNG

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen:

 

Berlin (22. September 2017, Nr. 34/2017)

 

Franz Wagner: „Bundesregierung muss die Profession Pflege viel ernster nehmen“

Thema Pflege im Bundestagswahlkampf: Umsetzung der Versprechen ist entscheidend

 

„Ohne Pflegefachpersonen gibt es keine Pflege. Und ohne gute Arbeitsbedingungen gibt es keine professionell Pflegenden. Diese Grundbedingungen für die Pflege scheint jetzt auch die Politik begriffen zu haben“, machte der Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), Franz Wagner, heute in Berlin deutlich. Weiter sagte Wagner:

 

„Das Thema Pflege hat zumindest in den letzten beiden Wochen im Wahlkampf zur Bundestagswahl eine Rolle gespielt. Was nach wie vor fehlt sind jedoch konkrete Maßnahmen, die über die allgemeinen politischen Versprechungen hinausgehen. Deutlich wird auch, dass die nächste Bundesregierung die Profession Pflege viel ernster nehmen muss als sie dies bisher getan hat. Die professionell Pflegenden müssen mit am Tisch sitzen, wenn es um ihre Belange geht. Der Fehler, dass über ihre Köpfe hinweg über ihre Arbeitsbedingungen hinweg entschieden wird, darf sich nicht wiederholen. Die professionell Pflegenden an der Charité streiken daher zu Recht für bessere Arbeitsbedingungen, für mehr Kolleginnen und Kollegen sowie für eine Umsetzung des ihnen bereits Versprochenen.

 

Die Politik ist gefordert, ihre wahlpolitischen Bekenntnisse zu konkretisieren und unmittelbar in die Tat umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei eine wesentliche Verbesserung der Löhne wie auch die der Personalschlüssel in der Pflege. Letztere müssen bundeseinheitlich verbindlich geregelt werden. Den derzeitigen Unterschieden in der Personalausstattung der Pflegeeinrichtungen je nach Land von bis zu 20 Prozent muss ein Ende gesetzt werden.

 

Der Deutsche Pflegerat hat sich die politischen Versprechungen der letzten Wochen sehr genau angesehen. In der Umsetzung deren wird sich die Politik von uns messen lassen müssen.“ 

 

 

 

Ansprechpartner:

Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats

 

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen

Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

 

Telefon: (0 30) 398 77 303

Telefax: (0 30) 398 77 304

 

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